Umweltverein Malsch


Aktuelles



Die ersten Schleiereulen werden flügge

 

 


 

Naturerlebnis für Jung und Alt

Der Umweltschutzverein Malsch hatte letzten Sonntag Kinder und Eltern zu einer Wanderung durch die Malscher Klammen eingeladen. Besonders Kindern wollte man Schönheiten auf  Malscher Gemarkung näherbringen.  Treffpunkt war am Ortsausgang von Malsch Richtung Muggensturm. Zu der Wanderung sind bei schönem Wetter 12 Kinder und 15 Erwachsene gekommen. Vom Ortsausgang lief man in Richtung Klausenheck, durch die Klamm hindurch und über die Münchwingert-Klamm wieder zurück.
Klammen sind tiefe Einschnitte in die Landschaft. Ursprünglich sind es wohl Durchgangswege gewesen die durch Erosion im Laufe der Zeit entstanden sind.
Vor allem die Kinder waren beeindruckt, wie ursprünglich und wild die Landschaft in Malsch noch sein kann.
Zum Schluss wurde vom Leiter dieser kleinen Exkursion, von Helmut Rastetter, den Kindern gezeigt, wie man aus frischem Weidenholz ein Pfeifchen schnitzt und jedes Kind bekam auch sein Pfeifchen zum mit nach Hause nehmen.
Dass die Malscher Klammen noch so ursprünglich sind und nicht zugeschüttet wurden ist übrigens auch dem Umweltschutzverein zu verdanken. Er hat sich bereits in den 90-ziger-Jahren für den Erhalt dieser einzigartigen Landschaft eingesetzt und dafür gesorgt, dass die Malscher Klammen als flächenhafte Naturdenkmale ausgewiesen worden sind.

  

 


 

Rückblick zur diesjährigen Vogelwanderung

Am Sonntag, den 07. Mai 2017 fand unsere diesjährige Vogelwanderung unter schwierigen Voraussetzungen statt. Ursprünglich wollte unser Vogelexperte Karl Heinz Köhler interessierten Mitbürger etwas über Singvögel im innerörtlichen Bereich nahebringen. Aber es regnete und da sind naturgemäß wenige Vögel zu hören, zumal in bebauten Gebieten.
Also entschloss sich die kleine Gruppe, die trotz des Wetters gekommen ist, alternativ eine kurze Wanderung zum Pfad zu unternehmen und dort im Waldrandgebiet trotzdem noch Vogellaute zu hören. Und man wurde nicht enttäuscht. Den ganzen Spaziergang waren wir mit Vogelgezwitscher beschallt. Hier eine lose Auflistung der gehörten Vogelstimmen: Fitis, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Pirol, Singdrossel, Waldlaubsänger, Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Zaunkönig, Haussperling, Rabenkrähe, Elster, Sommergoldhähnchen, Rotkehlchen, Türkentaube, Ringeltaube, Grünspecht.
Alles in allem war es ein wunderschöner, wenn auch nasser, Sontagmorgenspaziergang der durch die unterhaltsamen Erklärungen von Herrn Köhler noch sehr lehrreich war. Für nächstes Jahr wünschen wir uns aber sonnigeres Wetter.

 


 

Photovoltaik ist kein alter Hut

 Dass Photovoltaik kein alter Hut ist, zeigte der Vortrag von Herrn Wörner, Fa. W-Quadrat, am 14. März 2017 im Theresienhaus. Herr Wörner beschäftigt sich seit 1991 mit dem Thema Photovoltaik. Er konnte aufgrund seines profunden Wissens die einzelnen Anlagenvarianten verständlich erklären und auf alle Fragen eine passende Antwort geben.

 Während die Einspeisevergütung jahrelang ausschlaggebend über den Gewinn einer Photovoltaikanlage war, spielt mittlerweile die Abstimmung von Erzeugung und Eigenverbrauch eine zunehmend wichtigere Rolle. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage kann Solarstrom schon unter 10 Cent/kWh erzeugt werden. Damit liegen die Produktionskosten des eigenen Stroms deutlich unter dem Preis, den der Energieversorger für Energielieferungen in Rechnung stellt. Derzeit liegt der Strompreis bei brutto ca. 27 Cent/kWh. Durch die Möglichkeit Eigenverbrauch und Einspeisung Ihres Sonnenstroms clever zu kombinieren, rechnet sich die Investition in Solartechnik. Steigende Strompreise sind weniger belastend und die Anlage finanziert sich auch durch die Einspeisevergütung von 12,70 Cent/kWh mit den Jahren selbst.
Man kann davon ausgehen, dass ca. 20 – 30 % des erzeugten Stromes im Haushalt selbst verbraucht werden kann. Dies hängt davon ab, welche Stromverbraucher während der Sonnenzeiten in Betrieb sind, ob eine Wärmepumpe für Heizung oder Warmwasser oder ein Klimagerät gegen die Sommerhitze betrieben wird und eventuell noch ein E-Auto oder ein E-Bike geladen werden. Je größer der selbst verbrauchte Stromanteil ist, desto besser ist dies für den eigenen Geldbeutel.
Noch mehr Unabhängigkeit in der Stromversorgung kann zusätzlich zur Photovoltaikanlage ein passender Stromspeicher sein, der gleich eingebaut wird oder auch später nachgerüstet werden kann.
Wer in einem Wohnhaus eine neue Heizungsanlage einbauen muss kann mit einer Photovoltaikanlage die vom Gesetzgeber geforderten 15% regenerative Energie problemlos erfüllen.

 Was auch immer als Photovoltaik installiert wird, sollte seriös und umfassend geplant werden, um die speziellen Anforderungen eines Anwesens erfüllen zu können.

 


 

Vögel am Haus und im Garten

 Zu diesem Thema hat am Donnerstag, den 09. Februar 2017 im Theresienhaus Herr Artur Bossert einen informativen und unterhaltsamen Bildervortrag gehalten. Erfreulicherweise war der Saal gut gefüllt, was uns sehr gefreut hat. Es zeigt, dass der allerorts zu beobachtende Vogelrückgang vielen Vogelliebhabern in Malsch nicht egal ist.

 Artur Bossert ist der Vorsitzende des NABU Kreisverbands Karlsruhe und aufgrund seiner über 50-jährigen Arbeit im aktiven Vogelschutz ein profunder Kenner seines Fachs.

 Herr Bossert stellte einige typische Vögel, vom Spatz über Schwalben bis zu den Eulen und des Wanderfalken vor.  Zu den Vögeln erklärte er auch einiges über ihre Lebensgewohnheiten und wie ein spezieller Vogelschutz bei den einzelnen Arten aussehen kann.

 So zeigte er auf, wie wichtig Lehmpfützen für den Nestbau und Trockenmauern für den Kleinlebensraum von vielen Tieren auch für Vögel sind. Weiter hat er gezeigt welche Pflanzen am Haus und im Garten neben ihrer Schönheit auch der Vogelwelt dienen. Hierbei geht es neben Büschen für Unterschlupf speziell um aussamende Pflanzen die spät im Jahreskreis ihre Früchte reifen lassen. Auch wurde darauf eingegangen, wo Nisthilfen sinnvoll angebracht werden können und welche man selbst einfach anfertigen kann.

Über Einzelheiten zum Vogelschutz, richtige Pflanzen, Nisthilfen und Fütterungen, werden wir im Laufe des Jahres im Rahmen weiterer Veröffentlichungen noch eingehen.

 

Artur Bossert bei der Begrüßung durch Vorstand Karl-Heinz Görig.
 


 

Heckenpflege in Waldprechtsweier

Am Samstag, den 10. 12. 16 trafen sich Mitglieder des Vereins zur Heckenpflege in Waldprechtsweier. Das Grundstück in der Fritzenfahrt wurde vor vielen Jahren mit typischen  Heckensträuchern wie  Haselnuss, Holunder oder  Weißdorn bepflanzt und bildet nun ein wertvolles Biotop für Vögel, Reptilien und anders Kleingetier. Um ein vergreisen der Hecke und ein überwuchern der Nachbargrundstücke zu  verhindern wurde wieder ein Abschnitt  auf den Stock gesetzt. Das angefallene Reisig verblieb an Ort und Stelle um Deckung zu bieten. Stärkere Äste werden als Brennholz  verwertet. Im nächsten Winter wird ein weiterer Abschnitt auf den Stock gesetzt werden müssen.