Umweltverein Malsch


Botanische Wanderung 2015


Botanische Wanderung des Vereins am 14.6.2015

Viel gab es in dieser Umgebung schon zu sehen! Eindrucksvoll z.B. der riesige Kirschbaum südlich vom Parkplatz, darunter das sich stark ausbreitende, invasive Drüsige Springkraut, als hier nicht heimischer Neophyt. Dies sind Pflanzen, die von andern Regionen der Welt eingeschleppt werden, bei uns hervorragende Lebensbedingungen finden und durch ihr massives Auftreten die heimische Flora zurückdrängen. Weitere typische Arten sind das Wald-Geißblatt, ein Schlinggewächs mit großen, duftenden Blüten, das Wechselblättrige Milzkraut, der Waldziest und der Huflattich, der im zeitigen Frühling die Wegränder gelb blühend begleitet und inzwischen seine Blätter ausgetrieben hat.

Als besonderes Highlight wurde erstmals auf dieser Wanderung an einem Wegrand die Wohlriechende Händelwurz entdeckt (Foto: Eckhard Kunz), eine Orchidee, die sich durch deutlichen Vanilleduft auszeichnet und mit Klebscheiben und dem im Sporn produziertem Nektar auf Insektenbestäubung eingerichtet ist. Dass diese Orchidee wirklich nach Vanille duftet, wurde von einigen Teilnehmern überprüft und bestätigt. Überraschend ist dieser Fund vor allem deshalb, weil diese Art besonders auf Kalk verbreitet und ein Neuvorkommen, zumal in der Vorbergzone, ungewöhnlich ist. Da es hier auch Bastardierungen gibt, wäre eine genauere Nachbestimmung sicher lohnend.

Schön anzusehen war auch ein besonderes Waldstück mit Schwarzerlen und der Sumpfsegge im Unterwuchs auf einem Quellhang Hier verhindert ein undurchlässiger Untergrund den unterirdischen Abfluss des Wassers, was einen sumpfigen Boden mit entsprechender Vegetation zur Folge hat, die sich vom sonst vorhandenen Buchenwald deutlich unterscheidet. Neben Resten der im Frühling hier wachsenden Sumpfdotterblume wurden am Rand dieses Waldes einige wild wachsende Rosen entdeckt.

 


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