Umweltverein Malsch


Storchenprojekt


Der Weißstorch, das „Wappentier“ der Gemeinde Malsch, hat unsere Gemarkung schon lange nicht mehr aufgesucht. Ein wichtiger Grund ist die Veränderung seiner angestammten Lebensräume in den vergangenen Jahrzehnten. Wichtigster zentraler Lebensraum des Weißstorchs auf unserer Gemarkung ist die Kinzig-Murg-Niederung, die in der Vergangenheit überwiegend von feuchtem Grünland eingenommen wurde. Auf diesen Lebensraum ist der Weißstorch angewiesen, auch wenn er nicht sein ausschließliches Jagdgebiet bildet. Da dieser Lebensraum durch Grünlandumbruch und vor allem durch Entwässerung immer mehr eingeschränkt wurde, ist die wichtigste Lebensgrundlage entzogen worden, mit der Konsequenz, dass Malsch ohne seinem „Wappenvogel“ da steht.

Eine Wiederansiedlung des Storches in der Region des Mittleren Oberrheins ist jedoch möglich, wie Erfahrungen in der nahen Umgebung gezeigt haben. Hierfür sind allerdings die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, damit ein Lebensraum wieder so aufgewertet werden kann, dass er für den Storch besonders hinsichtlich des Nahrungsangebots wieder attraktiv ist. Ohne Engagement und einen langen Atem mit Unterstützung der Gemeinde ist diese Aufgabe jedoch nicht zu bewältigen.

Aus diesem Grund hat der Umweltverein Malsch ein Programm zusammengestellt, bei dessen Umsetzung wir die Wiederansiedlung für machbar halten. Als geeignetes Gelände bietet sich das Federbachbruch an, wo im Rahmen der Federbachrenaturierung schon ein Anfang zur Wiederherstellung eines geeigneten Lebensraums gemacht wurde.


Storchprotokoll 2008 -> Download PDF