Umweltverein Malsch


Verein


Der Verein für Natur- und Umweltschutz, gegründet 1979, ging aus einer Bürgerinitiative zum Schutz des Waldprechtstales hervor. Deren Ziel war es, das vordere Waldprechtstal vor dem Bau eines bis zu 9 Meter hoher Querdammes für ein Regenrückhaltebecken zu bewahren. Die ebenso spontane wie eindrucksvolle Bewegung in der Malscher Bevölkerung für die Erhaltung dieser Tallandschaft ließ damals den Gedanken reifen, auch andere dringliche Umweltthemen anzufassen.

Der Verein für Natur- und Umweltschutz schuf daher Arbeitskreise für Landschafts-, Tier- und Pflanzenschutz, Wasser- und Feuchtgebiete sowie einen Arbeitskreis für Erhaltenswertes in Gemarkung und Gemeinde.

Es konnte wohl nicht ausbleiben, dass der junge Verein mit seinen Engagement und dem erklärten Willen der bedrohten Umwelt Gehör zu verschaffen, auch Widerspruch hervorrief. Befand man sich doch noch in der Zeit der bedingungslosen Wachstumseuphorie, in der bei Planungen der Umweltschutz, wenn nicht gar für unnötig, so doch eher als eine Nebensache erachtet wurde.

Der Begriff "Waldsterben" war damals für viele noch ein Fremdwort oder wurde als Übertreibung angesehen. Für den Start eines Umweltvereins eine nicht ganz leichte Situation.

Wenn inzwischen der Verein für Natur- und Umweltschutz auch dazu hat beitragen können, das Bewusstsein für die Belange der Umwelt zu fördern, so konnte und kann dies nur durch intensive Mitarbeit der Mitglieder und der Aufgeschlossenheit und Bereitschaft der Bevölkerung gelingen.



 

Neben zahlreichen Artikeln, vor allem im "Gemeindeanzeiger", Veranstaltungen und Vorträgen sowie praktischen Aktionen zum Thema "Umwelt- und Naturschutz", hat der Verein auch zu der Erhaltung und Wiederbelebung gewachsener Dorfstrukturen den Anstoß gegeben.
Man denke dabei an die Verhinderung unangemessener Straßenbaumaßnahmen, die Forderung zur Öffnung des Dorfbaches im Rahmen der Ortskerngestaltung und zum Hochwasserschutz, überall dort, wo es möglich ist. Ebenso die Beseitigung wilder Mülldeponien, das Anlegen und die Pflege von Biotopen, das Aufstellen von Krötenzäunen, die Durchführung naturkundlicher Wanderungen und vieles mehr.

 

Schon von Anfang an hat der Verein für Natur- und Umweltschutz Kontakte zu Umweltgruppen und Organisationen der näheren Umgebung gesucht und erfolgreich mit diesen zusammengearbeitet.

Dies gilt ebenso für die mit Natur- und Umweltschutz befassten amtlichen Stellen in Kreis und Land.

In der Gemeinde selbst ist die Arbeit des Vereins von allen politischen Fraktionen und Parteien sowie der Gemeindeverwaltung anerkannt. So ist er auch Mitglied des vom Gemeinderat geschaffenen Okölogiebeirats.

In den letzten Jahren haben sich auch Berührungspunkte zu anderen an speziellen Aspekten der Natur interessierten Vereinen vermehrt und vertieft, sodass das 
Bewusstsein für die Gefährdung unserer Umwelt noch breiter geworden ist.


Gewisse Erfolge beim Umweltschutz können aber über das Ausmaß der schon bestehenden Schäden, die zum Teil nicht wieder rückgängig gemacht werden können, und der noch drohenden Gefahr für unsere Umwelt nicht hinwegtäuschen.

Es sind daher alle aufgerufen, aktiv für den Umweltschutz einzutreten und dies nicht nur im ureigenen
Interesse, sondern gerade auch mit Blick auf die kommenden Generationen. (R. Storz)